Nationalbank verdient gut an Apple und Oracle (und noch mehr an Nvidia)

Die Schweiz verdient am Erfolg und den steigenden Aktienkursen von Apple, Microsoft, der Google-Mutter Alphabet und anderen Tech-Firmen. Dies zeigen die Investitionen der Schweizer Nationalbank (SNB) in der aktualisierten Liste institutioneller Beteiligungen der US-Börsenaufsicht SEC für das dritte Quartal 2017.
 
3,3 Milliarden Dollar der SNB waren in Apple investiert, der Kursgewinn im Q3 betrug 13,645 Millionen Dollar. Apple ist der grösste Einzelposten im Portfolio der SNB.
 
Aus den Microsoft-Investitionen resultierten 18,8 Millionen Dollar Gewinn und durch Amazon-Kursgewinne wurden 17,8 Millionen eingefahren. Mit Facebook- und Alphabet-Aktien verdiente die SNB je rund 20 Millionen Franken im abgelaufenen Quartal, Intel brachte 4,7 Millionen und Cisco fast fünf Millionen Dollar ein.
 
Auch Oracle brachte Profit (6,8 Millionen Dollar), Salesforce ebenso (7,8 Millionen), und auch mit Equinix-Aktien liess sich Geld verdienen (3,2 Millionen). Aber am meisten, nämlich satte 46,77 Millionen Dollar, verdiente die SNB mit Nvidia, dem Hersteller von Grafikprozessoren und Chipsätzen.
 
457,75 Millionen Dollar war die Nivida-Investition am 30.9. wert.
 
Als "Schlusslichter" des Tech-Portfolios müssen herhalten: Kornit Digital, ein israelischer Hersteller von Digitaldruckmaschinen für Textilien (137'000 Dollar) und Open Text Corporation, das grösste kanadische Softwareunternehmen (34'000 Dollar).
 
Technologie ist der weitaus bedeutendste Investitionssektor der SNB in USA: 26,14 Prozent der US-Anlagen stecken in diesem Bereich, rechnet man die 2,28 Prozent in den Sektor Telco-Services hinzu, ist die US-Tech-Branche noch wichtiger für die Nationalbank-Profite.
 
Die Gewinne der SNB mit Gold, Devisen und auf den Kapitalmärkten dürften Bund und Kantone begehrlich stimmen. Allerdings wurden die Gewinnausschüttungen an die öffentliche Hand für 2016 bis 2020 auf maximal zwei Milliarden Franken pro Jahr limitiert. "Per Ende September 2017 resultierte – vor der Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven – ein Gewinn von 33,7 Mrd. Franken", so die Währungshüter. (Marcel Gamma)