E-Voting: Post zu teuer, Genf zu rückständig?

Die Einführung von E-Voting in den Kantonen gibt weiterhin zu reden. So hinterfragt die 'NZZ' am Samstag den Basler Entscheid, das E-Voting-System der Post einzuführen. Das, ursprünglich spanische, System der Post sei wesentlich teurer, als die Alternativ-Lösung aus dem Kanton Genf, so die Zeitung. Gemäss dem Bericht kostet der Betrieb der Post-Lösung 5,9 Millionen Franken für die nächsten zehn Jahre. Die Genfer Lösungen hätte angeblich weniger als zwei Millionen Franken für zehn Jahre gekostet.
 
Der Kanton Genf hat den Basler Entscheid vor dem kantonalen Appellationsgericht angefochten.
 
Doch auch die Genfer Lösung gibt zu reden und zwar im Kanton Waadt. Genauer im Grossen Rat des Kantons Waadt, wo fünf Grossräte in einer Interpellation kritische Fragen stellen. Sie wollen unter anderem wissen, ob es stimme, dass die Genfer Lösung zur Zeit nur E-Voting für 30 Prozent der Bevölkerung zu lasse. Und ob es stimme, dass die Genfer E-Voting-Software nicht über End-to-end-Verschlüsselung verfüge. (hc)