Spezialteams müssen für IP-Telefonie weibeln

Knapp 160 Jahre nach der Erfindung zieht Swisscom der analogen Telefonie in der Schweiz nächstes Jahr den Stecker. Die veraltete Technologie wird durch digitale Signale ersetzt, die übers Internet versendet werden. Bei der Abschaltung der analogen Festnetztelefonie biegt Swisscom auf die Zielgerade ein. Mittlerweile telefonieren rund 1,9 Millionen Kunden übers Internet. Damit müssen noch rund 200'000 Kunden zum Wechsel überredet werden.
 
Umgestellt werde regionenweise, sagte der Verantwortliche, Beat Döös, am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Die ersten 20 Gemeinden in den Regionen Uster, Zürich Ober- und Unterstrass, Aarberg sowie Nyon würden ab Februar damit beginnen. Danach folgten vier Grossregionen.
 
Von den verbliebenen 200'000 Kunden seien viele ältere Menschen, die nur einen Festnetzanschluss bei Swisscom hätten. Diese Zielgruppe sei sehr anspruchsvoll und schwierig, sagte Döös. Es gebe Leute, die seien sehr ängstlich. Diese lasse man auch nicht allein. Man kontaktiere jeden Privatkunden, zunächst mit einem Brief, dann per Telefon. Es gebe Spezialteams von Kundenberatern, die sich um solche Kunden kümmern würden, sagte Döös. Je nach Fall komme ein Techniker gratis vorbei, um die Umstellung vorzunehmen. (sda/kjo)