Kanton Aargau lanciert "eBau"


Im Kanton Aargau können Baugesuche elektronisch eingereicht werden. Der Kanton und die Gemeinden wollen auf diese Weise die Qualität des Gesuch- und Bewilligungsprozesses für alle Beteiligten steigern. Drei Pilotgemeinden sind am Start, alle anderen Gemeinden folgen.
 
Bei "eBau Aargau" gehe es um Effizienzgewinn, grössere Kundennähe und um mehr Transparenz, sagte Baudirektor Stephan Attiger (FDP) am Freitag vor den Medien in Aarau. Der Gesuchsteller könne immer schauen, welche Behörde die Unterlagen bearbeite. "Zur Digitalisierung gibt es keine Alternative", sagte Attiger. Mit dem elektronischen Baubewilligungsprozess haben Bauherrschaften und Architekten die Möglichkeit, das Baugesuch neu direkt im Online-Schalter des Kantons zu erfassen und mit sämtlichen Unterlagen elektronisch einzureichen.
 
Der Online-Prozess sei benutzerfreundlicher als der Papierweg, sagte Felicitas Siebert, Leiterin Abteilung Baubewilligung im kantonalen Baudepartement. Der administrative Aufwand werde kleiner und die Datenqualität erhöht.
 
Mit "eBau Aargau" kann die Bauverwaltung das Gesuch bearbeiten und die notwendigen Arbeitsschritte im Bewilligungsprozess auslösen. Dabei geht es um Stellungnahmen, Unterlagenergänzungen, Überarbeitungsanfragen, Fristverwaltung oder um die Weiterleitung des Gesuchs an die Fachstellen des Kantons. Alles ist zentral auf einem Server des Kantons gespeichert.
 
Die Kommunikation zwischen Gesuchsteller, Gemeinden und Kanton erfolge grundsätzlich auf digitalem Weg, erläuterte Projektleiter Markus Krause. Ausnahmen seien fristauslösende Verfügungen und fristgebundene Eingaben wie Einwendungen, die weiterhin auf dem Postweg versendet würden. Einsparungen erhofft
 
Bevor die elektronische Plattform allen 213 Aargauer Gemeinden offen steht, ist der Pilotbetrieb in den drei Gemeinden Möhlin, Aarburg und Endingen (Regionale Bauverwaltung Surbtal) angelaufen.
 
Vertreter dieser Gemeinden machten vor den Medien klar, dass sie sich Kosteneinsparungen auf ihren Bauverwaltungen erhofften. Auch erwarten sie, dass die Qualität der Gesuche und Bewilligungen verbessert werde. Ab Mitte des nächsten Jahres werden gemäss Zeitplan des Kantons alle Gemeinden an die Plattform angeschlossen. (sda / hc)
 
Hinweis: Was bedeutet "Digitalisierung" für einen Kanton? Fritz A. Zanzerl, CIO des Kantons Aargau tritt als Keynote-Speaker am Inside Channels Forum (1.2.2018, Aarau) auf. Mehr Infos gibt es hier.