Wegen Bug könnten hunderte Millionen Dollar in Ether verloren sein

"Der schnellste und sicherste Weg, um mit der Ethereum-Blockchain zu interagieren", wirbt das englische Unternehmen Parity auf seiner Website. Dummerweise können Besitzer von Wallets, die von Parity zur Verfügung gestellt werden, seit einigen Tagen nicht mehr auf ihre elektronischen Geldbörsen zugreifen. Betroffen sollen fast 600 nach dem 20. Juli generierte Wallets sein, in denen sich mindestens 150 Millionen Dollar in Ether befinden, wie 'Tech Crunch' schreibt.
 
Am 20. Juli wurde ein Update aufgespielt, das einen Bug beheben sollte, der den Diebstahl von Ether ermöglichte. Dummerweise scheint auch die neue Version nicht fehlerfrei zu sein: Ein User hatte Schwachstellen in den Wallets entdeckt und sich bei Tests unbeabsichtigt zum Eigentümer von mehreren hundert digitalen Brieftaschen gemacht. Er machte dies zwar rückgängig, nur verloren dabei die legitimen Besitzer den Zugriff auf ihre Wallets, berichtet 'der Standard'. Derzeit arbeitet Parity an der Wiederherstellung der Zugriffsrechte und hat eine Website eingerichtet, auf der man prüfen kann, ob das eigene Wallet betroffen ist. Ob sich das Problem beheben lässt, ist indes unklar.
 
Derzeit wird etwa auch über eine Hardfork diskutiert, nach der die Konten gewissermassen zurückgesetzt würden, wie 'Heise' schreibt. Eine solche gab es bereits im Nachgang eines 50-Millionen-Dollar-Diebstahls aus einem sogenannten DAO-Fonds, damals spalteten sich Ethereum und Ethereum Classic. (ts)