Swissquote und EPFL lancieren bald KI-Chatbot

Die Onlinebank Swissquote führt einen KI-basierten Chatbot ein, der zusammen mit der EPFL in Lausanne entwickelt wurde. Dies meldet 'ictjournal.ch'.
 
Der Chatbot soll der Online-Bank und deren Kunden das Telefonieren ersparen können und wird etappiert ausgerollt. In Phase eins gibt es eine mobile Version für Kontakte mit dem Kundendienst. Als Use Cases werden Adressänderungen und Passwort-Verluste genannt. Auch Aktienkurs-Abfragen sollen möglich werden.
 
In absehbarer Zukunft – Termine werden keine genannt – soll man mit dem Chatbot auch Aktien handeln und dafür genaue Bedingungen definieren können. "Ich möchte den Titel von Apple nur verkaufen, wenn er einen Wert XY erreicht ", lässt sich Paolo Buzzi, CTO von Swissquote, mit einem Beispiel zitieren.
 
Zum Launch meint "chatten" nur "schreiben" und dies auch nur in Französisch, Englisch und Deutsch. Aber Sprechen soll in einigen Jahren möglich sein.
 
Der Swissquote-Chatbot soll in Kürze verfügbar sein.
 
Swissquote will zudem den Chatbot mit dem eigenen Robo-Advisor verknüpfen. Mit diesem kann ein Kunde in seine Anlagestrategie laut Swissquote-Angaben Währungsabsicherungen, Umschichtungen, Wertpapier-Analysen oder Marktzyklen einfliessen lassen.
 
Ob der Chatbot den Robo-Advisor zum Fliegen bringt? Letzterer ist seit 2009 verfügbar, aber erst eine kleine Anzahl von Swissquote-Kunden lassen bescheidene 170 Millionen Franken damit verwalten. Auch Studien zeigen die anhaltende Skepsis von Kunden.
 
Laut Gartner-Hype-Cycle dürfte der Robo-Advisor eher ins Tal der Enttäuschungen absteigen. Nichtsdestotrotz bleiben die Hoffnungen der Banken offensichtlich intakt. (mag)