Bundesanwalt will Kompetenzzentrum gegen Cyber-Kriminalität

Attacken im Internet sollen über Kantonsgrenzen hinweg bekämpft werden. Dazu strebt Bundesanwalt Michael Lauber ein Kompetenzzentrum gegen Cyber-Kriminalität an. Zwischen den betroffenen Behörden – kantonal und beim Bund – herrsche darin Einigkeit, sagte Lauber in der 'Samstagsrundschau' von 'Radio SRF'.
 
Er habe sich mit Vertretern der kantonalen Strafverfolgungsbehörden und dem Bundesamt für Polizei (fedpol) getroffen. Notwendig sei eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei, sagte Lauber. Vor allem müsse bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten ein Wandel im Bewusstsein stattfinden, um schneller reagieren zu können.
 
Lauber ist sich damit einig mit Parlamentariern: Auch der Ständerat und die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats fordern, der Bund solle ein Kompetenzzentrum für Cyber Security schaffen sowie eine militärische Cyber-Defence-Organisation.
 
Der Bundesrat hat dem Parlament allerdings beantragt, beide Motionen abzulehnen. Er will zwar den Schutz gegen Cyber-Angriffe ausbauen, hält ein Kompetenzzentrum aber nicht für nötig. So schlecht sei die Cyber-Sicherheit des Bundes nicht – auch im internationalen Vergleich, sagte Bundesrat Ueli Maurer im Ständerat. (sda / mag)