Zürcher Scandit ge­winnt Gross­kunden in Deutschland

MatrixScan bietet eine Augmented-Reality-Oberfläche.
Das 2009 gegründete ETH-Spin-off Scandit hat die deutsche Drogeriemarktkette DM als Neukunden gewonnen. Rund 25'000 DM-Mitarbeitende werden mit Smartphones und der Barcode-Lösung MatrixScan ausgestattet, teilt das Zürcher Unternehmen heute mit.
 
Die Smartphone-App MatrixScan ermöglicht das Scannen von mehreren Barcodes auf einmal, womit die Inventarerfassung vereinfacht und beschleunigt werden soll. Zum Einsatz kommt sie daneben auch beim Warenversand, etwa um den Erhalt von Waren zu bestätigen.
 
Die Anwendung bietet den Usern eine Augmented-Reality-Oberfläche. Die Barcodes werden laut Mitteilung in Echtzeit verarbeitet, richtige Codes werden dabei mit AR auf dem Display des Smartphones grün hervorgehoben, irrelevante rot. MatrixScan sei daneben vollständig in die Backend-Systeme integriert.
 
Wie Scandit scheibt, können die DM-Mitarbeitenden nun mit ihren Smartphones gleich mehrere Barcodes in einem Lesevorgang erfassen; auch eine Selektion eines spezifischen Barcodes aus vielen ist möglich. Die Software erlaube daneben, auch schlecht lesbare Codes zu verarbeiten sowie das Scannen aus grösserem Abstand.
 
Der Anbieter von Scan-Lösungen Scandit wurde 2009 als Mirasense von einer Gruppe von Forschern der ETH Zürich, des MIT und IBM Research gegründet. Neben dem Hauptsitz in Zürich unterhält das Unternehmen Niederlassungen in San Francisco, Boston, London und Warschau. Zu den Kunden und Partnern gehören unter anderem Kyocera, Samsung oder Abacus. (kjo)