Microsoft wird Mitglied der MariaDB Foundation

Im Rahmen der Entwicklerkonferenz Connect kündigen die Redmonder Azure Database für MariaDB und weitere News für Entwickler an.
 
An der alljährlichen Microsoft-Konferenz für Entwickler "Connect ();" kündigte Executive Vice President Scott Guthrie eine Reihe von Neuerungen für die Entwickler-Gemeinschaft an. Drei Themen lagen dabei im Fokus: Offenheit, respektive Open Source; die Möglichkeit, Apps schnell und effizient entwickeln zu können; sowie Künstliche Intelligenz, von der Cloud bis zum Netzwerkrand. "Heute kündigen wir neue Tools und Services an, die Entwicklern helfen, Anwendungen und Services für die KI-basierte Zukunft zu entwickeln, indem sie die Plattformen, Sprachen und Collaboration-Tools nutzen, die sie bereits kennen und lieben", sagt Guthrie auf der Bühne.
 
Microsoft tritt der MariaDB-Foundation bei
Die Zeiten, in denen Microsoft, beziehungsweise der damalige CEO Steve Ballmer, Linux noch als Krebsgeschwür bezeichnet hat, sind längst vorbei. CEO Satya Nadella verkündete letztes Jahr: "Microsoft loves Linux". Seit dem Beitritt zur Linux-Foundation habe sich viel getan. Nun geben die Redmonder bekannt, dass Microsoft Platin-Mitglied der MariaDB Foundation geworden ist. In Kürze soll eine Preview-Version der Azure Datenbank für MariaDB als vollständig gemanagter Cloud-Service erscheinen.
 
Spark-basierte Analyse-Plattform Azure Databricks
Eine weitere Ankündigung ist Azure Databricks, eine Plattform, die Microsoft in Zusammenarbeit mit den Apache-Spark-Gründern entwickelt habe. Bei Azure Databricks handle es sich um eine auf Spark basierende Analyseplattform, die mit einem Mausklick eingerichtete, optimierte Workflows biete. Die native Integration mit Azure SQL Data Warehouse, Azure Storage, Azure Cosmos DB, Azure Active Directory und Power BI vereinfache die Erstellung von Data Warehouses.
 
In Zusammenarbeit mit Git Hub will Microsoft das virtuelle Dateisystem Git Virtual File Systems (GVSF) zum Open-Source-Industriestandard für grosse Git-Repositories machen. Eine entsprechende Ankündigung von Git Hub und eine Roadmap für GSVF werden laut Guthrie bald folgen.
 
"Echte Collaboration" in Visual Studio
Weitere Werkzeuge von Microsoft sollen Unternehmen und Entwicklern die Zusammenarbeit erleichtern. Visual Studio Live Share biete Entwicklern eine Möglichkeit zur "echten Kollaboration", sagt Guthrie. Man könne gemeinsam an Projekten arbeiten, Code teilen und in Echtzeit gemeinsam daran arbeiten.
 
Ebenfalls für Entwickler stellen die Redmonder Azure DevOps Projects vor. Damit könne eine vollständige DevOps-Pipeline konfiguriert und in weniger als fünf Minuten eine Verbindung zu Azure-Diensten hergestellt werden. Dies soll die schnelle App-Entwicklung und -Bereitstellung ermöglichen. Mit wenigen Klicks im Azure-Portal, so Microsoft, können Entwickler Git-Repositories einrichten und Build- und Release-Pipelines aufbauen. (kjo)