Das machen die zehn neuen Zürcher IT-Polizisten

Inside-it.ch kennt die detaillierten Stellenprofile der digitalen Ermittler und Forensiker.
 
Vor knapp einem Jahr kündigte der Kanton Zürich an, dass zehn IT-Spezialisten für die Bekämpfung der Internetkriminalität gesucht werden. Diese sollen das Zürcher Kompetenzzentrum Cybercrime verstärken, welches damit auf 32 Angestellte anwächst. Was die Cyber-Cops genau machen, war Anfang Jahr noch unklar. Wir haben nun nachgefragt und ein paar Antworten erhalten.
 
Die geeigneten Fachkräfte seien mittlerweile evaluiert und würden eingearbeitet, sagt Beat Jost, Medienverantwortlicher der Kapo Zürich, zu inside-it.ch. Ihr Aufgabengebiet umfasse insbesondere die technische Unterstützung und Beratung der Ermittelnden und Untersuchungsbehörden zu Beginn und während des Verfahrens sowie die Identifikation und forensische Sicherung von digitalen Spuren vor Ort oder im Labor.
 
Mehr Details gehen aus den beiden Stellenprofilen hervor: Mit dem Inserat "IT-Spezialist digitale Ermittlung und Internet Patrolling" werden Informatiker mit Bachelorabschluss gesucht, die Erfahrung im Bereich Digitale Forensik – also der systematischen Untersuchung krimineller Machenschaften – oder IT-Security mitbringen. Als Aufgabenbereich werden unter anderem "komplexe technische Ermittlungen" im Internet und Darknet sowie die Analyse von text- oder multimediabasierten Daten genannt. Zudem sollen sie Methoden und Technologien einführen und für die Fachausbildung von Ermittelnden verantwortlich sein. Für die digitale Forensik sucht die Kantonspolizei zudem Bachelor-Informatiker ebenfalls mit Erfahrung im gesuchten Bereich. Sie sollen neben der digitalen Spurenidentifikation und -Sicherung auch eigenständige Ermittlungen im ICT-Bereich durchführen und Ermittelnde ausbilden.
 
Geplant war, die Stellen auf März 2018 zu schaffen. Dies scheint der Kantonspolizei auch gelungen zu sein: Sechs Mitarbeitende hätten bereits auf Oktober oder November die Tätigkeit aufgenommen, die restlichen vier Stellen würden im Februar und März nächstes Jahr besetzt, erklärt Jost. (ts)