Ether-Wallet-Anbieter Parity wusste vom Bug

Der Ether-Wallet-Anbieter Parity hätte das "Einfrieren" von mehr als 500'000 Ether verhindern können. Dies sei aber nicht geschehen, weil man die Dringlichkeit des Problems nicht erkannt habe. Parity geriet vergangene Woche in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass Kryptocoins im Wert von mindestens 150 Millionen Dollar in knapp 600 Wallets eingefroren wurden, und zwar wegen einer Schwachstelle im Code.
 
In einem Postmortem beschreibt das Unternehmen nun den Vorfall. Demnach hätte das Einfrieren verhindert werden können, wenn man dem Vorschlag eines GitHub-Nutzers schneller gefolgt wäre. Parity wurde am 30. August auf die Probleme bei den betroffenen Multi-Signatur Wallets hingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt habe man die Empfehlung als "Komfortverbesserung betrachtet". Deshalb habe man die die Empfehlung als Erweiterung interpretiert, die man in einem regulären Update zu einem späteren Zeitpunkt ausrollen wollte, schreibt Parity. (kjo)