Swisscom soll Beitrag zur Digitalisierung leisten, fordert der Bund

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung die strategischen Ziele von Swisscom für die Jahre 2018 bis 2021 festgelegt. Neu darin ist der Auftrag, dass der Telco mit seinen Infrastrukturen und Diensten einen Beitrag zur Digitalisierung in allen Regionen der Schweiz leisten soll.
 
Damit werde die bisherige Strategie von Swisscom, den Netzausbau in allen Landesteilen voranzutreiben, für die kommenden vier Jahre bekräftigt, teilt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit. Die parlamentarischen Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen hatten dem Bundesrat empfohlen, diese Erwartung in die strategischen Ziele aufzunehmen.
 
An den Ambitionen von Swisscom dürfte diese Vorgabe nicht scheitern: Ziel sei es, bis 2021 jede Schweizer Gemeinde mit Glasfasertechnologie zu verbinden, teilte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'sda' mit. Ausserdem soll ab 2020 die neue Mobilfunkgeneration 5G eingeführt werden. Bereits im laufenden Jahr habe Swisscom über 1,7 Milliarden Franken in das Netz investiert. Damit schaffe man die Voraussetzung für die erfolgreiche Digitalisierung der Schweiz, so der Telco.
 
Weil sich die strategische Steuerung von Swisscom in der Vergangenheit bewährt habe, habe der Bundesrat ansonsten nur kleinere Veränderungen am Wortlauf der Ziele vorgenommen. In einzelnen Punkten seien diese ausserdem an die aktuelle Entwicklung des Unternehmens und das Marktumfeld angepasst worden.
 
Die neuen strategischen Ziele für die Swisscom AG gelten ab dem kommenden Geschäftsjahr bis Ende 2021. Der Bund ist mit 51 Prozent Aktienanteilen Mehrheitsaktionär des Unternehmens und legt deshalb für jeweils vier Jahre die strategischen Ziele fest. Dazu gehört unter anderem die Erwartung, dass Swisscom die gesetzliche Grundversorgung sicherstellt.
 
Das Unternehmen muss wettbewerbsfähig und kundenorientiert geführt werden, den Unternehmenswert langfristig steigern und "als attraktive Arbeitgeberin" eine "fortschrittliche und sozialverantwortliche Personalpolitik" betreiben. Beteiligungen an ausländischen Telekommunikationsgesellschaften mit einem Grundversorgungsauftrag bleiben verboten. (sda/kjo)