Drittstaaten-Kontingente: Zürich und Bern verlieren, Romands gewinnen

Heute hat der Bundesrat die Drittstaaten-Kontingente und Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA-Region für 2018 definitiv festgelegt. Sie sind leicht höher, wie vom Bundesrat Ende September angekündigt, und von den grossen Kantonen wie Zürich begrüsst, ebenso hatte die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren (VDK) dies begrüsst, wenn auch nur als "Schritt in die richtige Richtung".
 
Insgesamt 8000 gut Qualifizierte können 2018 rekrutiert werden. Dies sind 500 mehr als 2017. Diese werden aber nicht verteilt, sondern bleiben als Reserve beim Bund, der neu 2250 als Höchstzahl hat. Die Kantone müssen diese beim Bund beantragen, wenn sie diese denn brauchen und diese werden erneut quartalsweise gleichmässig vergeben.
 
Im Detail, auf Kantonsebene, zeigen sich zwischen den Zahlen 2017 und 2018 doch Verschiebungen. Der Verteilschlüssel wurde aktualisiert; er basiert auf Vollzeitäquivalenten in der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT).
 
Bei den Kurzaufenthaltsbewilligungen, über deren Knappheit sich beispielsweise Zürcher IT-Firmen gelegentlich "off the record" beklagen, zeigt sich: Es wird 2018 noch weniger für Zürich geben, nämlich noch 394 statt 403. Auch Bern verliert elf Bewilligungen und hat noch 241. Dasselbe gilt für die weiteren grossen Kontingents-Kantone wie St. Gallen oder Aargau.
 
Gewinner sind Genf (143, plus zehn) und die Waadt (174, plus 16).
 
Bei den Aufenthaltsbewilligungen sieht es ähnlich aus. Zürich verliert (247, minus fünf), Bern ebenso (151, minus sechs). Ebenfalls weniger kriegen wiederum St. Gallen und der Aargau.
 
Zusätzliche Höchstzahlen sind reserviert für die Waadt (108, plus zehn) und Genf (89, plus sechs).
 
Die neuen Zahlen 2018 für alle Kantone sind beim Staatsekretariat für Migration publiziert (PDF). (mag)