Wie stehen die Schweizer zu autonomen Autos?

Der autonome Shuttle in Sion. Bild: Postauto
Was halten Herr und Frau Schweizer von automatisierten und selbstfahrenden Autos? Dieser Frage ist der Verband der Telekommunikation Asut in einer Studie nachgegangen. Die Ergebnisse wurden heute präsentiert, im Rahmen einer von Asut mit dem Bundesamt für Strassen (Astra), der Schweizerischen Verkehrstelematik-Plattform (its-ch) und dem Touring Club Schweiz (TCS) durchgeführten Konferenz zum Thema Smart Data.
 
Akzeptanz für vollautonome Autos steigt
Laut den Ergebnissen findet die technische Unterstützung beim Fahren eines Autos in der Schweiz eine grosse Akzeptanz. Deutliche Vorbehalte aber gebe es bei stark automatisierten und autonomen Fahrzeugen, die zumindest zeitweise keinen Eingriff des Lenkers mehr vorsehen. Ein Viertel der Befragten finden solche Systeme aber sinnvoll. Vor drei Jahren waren es erst 20 Prozent.
 
Die verbesserte Mobilität von älteren Menschen wird als einer der Vorteile autonomer Fahrzeuge genannt. Daneben werden die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Städten oder in Randregionen genannt. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt ausserdem, dass autonome Autos Staus reduzieren und Unfälle verhindern könnten.
 
Private Nutzung weniger wichtig als öffentliche
Positiv wird die öffentliche Nutzung autonomer Fahrzeuge bewertet. Für diese Anwendung werden derzeit in der Schweiz verschiedene Pilotprojekte durchgeführt, etwa in Sion. Für die private Nutzung werden autonome Autos als weniger sinnvoll eingeschätzt, schreibt Asut weiter. Personen, die heute mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, um während der Fahrt arbeiten zu können, gaben in der Studie aber an, sie würden in Zukunft vermehrt auch autonome Fahrzeuge nutzen.
 
Obwohl die Studienteilnehmer angaben, dass autonome Autos den Verkehr optimieren könnten, glauben ebenso viele, dass autonome Fahrzeuge zu Mehrverkehr und damit zur Verstopfung der Strassen betragen könnten. Auch die Datensicherheit und die Angst vor Hackerangriffen werden als ungelöste Probleme genannt. (kjo)