Roche eröffnet globales IT-Innovationszentrum in Kaiseraugst

Der Pharmakonzern Roche bezieht diese Woche im aargauischen Kaiseraugst sein neues, globales IT-Innovationszentrum. Der gesamte Ausbau des Standorts kostete rund eine Milliarde Franken.
 
In drei neuen Gebäuden werden alle Informatik-Funktionen zusammengeführt, wie das Unternehmen mitteilt. Ab kommender Woche arbeiten die IT-Mitarbeitenden aus Basel damit künftig im rund 13 Kilometer entfernten Kaiseraugst. "Das neue IT-Innovationszentrum bietet Platz für 1100 IT-Mitarbeitende", antwortet Roche-Sprecher Karsten Kleine auf Anfrage.
 
Das sind etwa 200 weniger als 2015 in einer Medienmitteilung angekündigt.
 
Der IT-Innovationshub in Kaiseraugst ist von globaler Bedeutung, aber nicht der einzige von Roche. Drei weitere befinden sich in San Francisco, Madrid und Warschau.
 
Für Roche sei der Ausbau ein "weiteres, klares Bekenntnis zum Standort Kaiseraugst", liess sich Jürg Erismann, Leiter Standort Basel/Kaiseraugst, in der Medienmitteilung zitieren. Erst Anfang November teilte Roche jedoch mit, dass Teile der Verpackungseinheit von Kaiseraugst an andere Standorte verlegt werden sollen.
 
So stellt sich die Frage: Was waren die zentralen Entscheidungskriterien für den IT-Standort Schweiz? "Für Roche ist die Nähe zur Forschung und Entwicklung entscheidend. Die Ansiedelung des globalen IT-Innovationszentrums in Kaiseraugst unterstreicht die Bedeutung der IT für die Entwicklung neuer Medikamente und Diagnostika", so Kleine zu inside-it.ch.
 
Die Mitarbeitenden werden keine fixen Arbeitsplätze haben. "Dadurch bringen wir mehr Personen in einem Gebäude unter", sagte Kleine gegenüber der Nachrichtenagentur 'sda'. Aus diesem Grund wird im vierten Gebäude, das bei der Planung ebenfalls für die IT vorgesehen war, die Standort-Organisation untergebracht.
 
Die Investitionen für das IT-Innovationszentrum beliefen sich auf 290 Millionen Franken. Weitere 200 Millionen Franken wurden in den Bau eines neuen Produktionsgebäudes gesteckt, das bis Ende 2019 fertiggestellt werden soll. 85 Millionen Franken wurden für ein Empfangsgebäude sowie einer Café-Bar eingesetzt.
 
Hinzu kommen 386 Millionen Franken für ein Ausbildungszentrum/Schullabor und weitere Investitionen auf dem Areal. Insgesamt werden am Standort Kaiseraugst rund 3000 Personen beschäftigt sein, ungefähr doppelt so viele wie noch im Jahr 2000. (mag / sda)