Irland will Apple-Steuern eintreiben – vorläufig

Irland gibt dem Druck der Europäischen Kommission, nachträglich bis zu 13 Milliarden Euro Steuern von Apple einzutreiben, nach. Man habe Apple mitgeteilt, dass man ein Treuhandkonto einrichten wolle und erwarte, dass die Gelder unverzüglich eingezahlt werden, erklärte der irische Finanzminister.
 
Allerdings wehrt sich Irland auch weiterhin in einem Rekursverfahren gegen den Entscheid der europäischen Kommission, welcher dem Ganzen zugrunde liegt. Die Kommission hatte einige Steuerabmachungen von Irland mit Apple als illegal eigestuft und entschieden, dass Irland die Vergünstigungen nachträglich von Apple einfordern müsse.
 
Die Kommission hatte Irland im letzten Monat eine letzte Frist bis zum 3. Januar 2018 eingeräumt, um das Geld einzutreiben. Bis dies geschehen sei, so die Begründung, profitiere Apple weiter von unrechtmässigen Vorteilen.
 
Falls der Rekurs von Irland und Apple Erfolg hat, wird das Geld aber wieder zu Apple zurückfliessen. (hjm)