EU führt Registrierungs­pflicht für Drohnen ein

Für Drohnen und deren Piloten soll künftig in allen EU-Ländern eine Pflicht zur Registrierung gelten. Das ist Teil neuer Sicherheitsauflagen für die unbemannten Fluggeräte, auf die sich die EU-Staaten und das Europaparlament einigten.

Damit sollen erstmals einheitliche Regeln für die gesamte Europäische Union eingeführt werden. Bisher sind die EU-Staaten alleine für Drohnen mit weniger als 150 Kilogramm Gewicht zuständig.

Die Registrierungspflicht gilt nach Angaben des EU-Parlaments künftig nicht nur für Piloten, sondern auch für die Fluggeräte selbst, auch weil sie beim Absturz Menschen verletzen können.

Die EU-Kommission wird beauftragt, technische Vorgaben auszuarbeiten. Dabei geht es den Angaben zufolge zum Beispiel darum, für welche Drohnen Höhenbegrenzer, Abstandssensoren oder automatische Landefunktionen vorgeschrieben werden sollen.

Die Regeln für die immer weiter verbreiteten Drohnen sollen die Vorgaben in Europa vereinheitlichen und so auch Klarheit für die Hersteller schaffen, wie es weiter hiess. In den nächsten zehn Jahren könnte der Markt für nichtmilitärische Drohnen nach EU-Schätzungen auf etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr anwachsen.

In der Schweiz gibt es noch keine entsprechende Regulierung. Der Bundesrat hat im Sommer angekündigt, eine europäische Lösung abzuwarten. (sda/kjo)