Deutsche und US-Währungshüter wollen vorerst keine eigene Crypto-Währung

Währungshüter in Deutschland und den USA haben Gedankenspielen zu digitalen Zentralbank-Währungen vorerst eine Absage erteilt. Von Cyber-Währungen könnten erhebliche Konsequenzen für das Finanzsystem und die Finanzstabilität ausgehen.
 
Diese seien aus heutiger Sicht nicht abschätzbar, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in Berlin. "Deshalb ist die Emission digitalen Zentralbankgeldes aus unserer Sicht in einem vorhersehbaren Zeitraum keine realistische Option." Auch die US-Notenbank plant nach Aussagen des Fed-Chefs von San Francisco, John Williams, keine eigene Digitalwährung.
 
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) zeigt sich ebenso zurückhaltend. Die Blockchain müsse den Nachweis erst noch erbringen, dass sie ein noch besseres Verhältnis zwischen Sicherheit und Effizienz erzielt, sagte etwa Direktoriumspräsident Thomas Jordan. Diese Position bekräftigte jüngst sein Vize Fritz Zurbrügg.
 
Unter anderem hatte der Internationale Währungsfonds diese Idee zur Diskussion gestellt.
 
Der Kurs von Bitcoin hatte diese Woche erstmals die Marke von 10'000 Dollar geknackt. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus rund 1000 Prozent. Es gibt aber viele Stimmen, die vor Betrug, Regulierungsrisiken und Blasen warnen. (sda/mag)