R3-Konsortium bringt seine Blockchain-Plattform auf AWS

Wer von Blockchain spricht, meint in der Regel die Technologien der Enterprise Ethereum Alliance, des Hyperledger- oder R3-Konsortiums. Hinter diesen drei grossen Treibern des Blockchain-Hypes stehen jeweils über hundert oft namhafte Konzerne wie Accenture, UBS und Credit, IBM, Microsoft oder Intel.

Bisher waren deren Anwendungen der Distributed Ledger Technology (DLT) noch nicht bei Amazon Web Services (AWS) verfügbar. Das hat sich nun geändert. R3 hat nach eigenen Angaben seine Corda-Plattform für AWS-User verfügbar gemacht. Das geschieht kaum einen Monat nachdem Microsoft die Einführung der Corda-Plattform bei Unternehmen erlaubt hat, die Azure verwenden.
 
Damals hiess es, mit Azure als bevorzugter Cloud-Anbieter von R3 soll die Bereitstellung von Computing-Ressourcen für Blockchain-Netzwerke erleichtert werden und Ledger-basierte Plattformen in kürzerer Zeit und günstiger als bisher eingeführt werden können.
 
Diesmal schreibt R3, man erhoffe sich, über das grosse AWS-Netzwerk weitere Entwicklung von DLT-Anwendungen im Finanz- und Handelssektor pushen zu können.
 
Die R3-Mitteilung kommt drei Tage nachdem der Chef von Amazon Web Services (AWS) seine Blockchain-Abstinenz erklärt hatte. Wie unter anderem 'Heise' berichtete, sagte Andy Jassy an der diesjährigen Hausmesse, "wir entwickeln keine Technologie, nur weil manche meinen, sie sei cool". Gegen Partnerschaften mit Technologieentwicklern hat sich Jassy damit freilich nicht ausgesprochen, wie die Blockchain-Seite von AWS zeigt. (vri)