Glarus sucht ein E-Voting-System samt Betreiber

Im Herbst 2019 können Glarner elektronisch wählen, hat der Kanton vor einigen Wochen versprochen. Nun folgt die Umsetzung in Form einer Ausschreibung auf Simap.
 
Der Kanton hat ein offenes Verfahren gewählt, die Schutzgebühr für die Bestellung der Ausschreibungsunterlagen beträgt 5000 Franken.
 
Auf Simap spezifiziert der Kanton, man wolle das E-Voting nicht selbst betreiben: "Ein Anbieter soll das durch den Kanton Glarus genutzte System in einer eigenen Infrastruktur betreiben und warten". Wer noch eine Druckerei im Portfolio hat, könnte optional auch noch den Druck von Stimmrechtsausweisen und den Versand der Unterlagen abwickeln.
 
Aber was ist mit folgendem Satz gemeint: "Hohe Beachtung kommt im Projekt der Erfüllung der speziellen Anforderungen des Kantons Glarus zu"? Auf Anfrage von inside-it.ch präzisiert der Verantwortliche, Michael Schüepp: "Das können etwa Belange des Wahlrechts sein wie beispielsweise das Stimmrechtsalter 16, unterschiedliche Stimmkörper oder die Majorzwahl in den Nationalrat, aber auch organisatorische Fragestellungen."
 
An das System selbst habe Glarus keine spezifischen Anforderungen, diese Dinge seien ja, inklusive Security, durch das Bundesrecht vorgegeben.
 
Budgetiert hat die Glarner Regierung für die Einführung Kosten von 60'000 Franken und für den Betrieb 130'000 Franken jährlich. (mag)