Kosten von SBB-Problem-Softwareprojekt noch nicht absehbar

Die Einführung einer neuen Software für die Personal- und Rollmaterialplanung bei der SBB sorgte mehrfach für Schlagzeilen. Das Projekt verursacht Mehrkosten und verzögert sich. FDP-Nationalrat und ICTswitzerland-Präsident wollte vom Bundesrat wissen, ob die "resultierenden Missstände" Auswirkungen auf den Fahrplanwechsel haben, den die SBB am 10. Dezember durchführen. Ausserdem fragte Dobler nach der Differenz zwischen den budgetierten und den effektiven Kosten des neuen IT-Systems.
 
Die SBB bestätigte bereits einen Mehraufwand, wollte die Kosten aber nicht beziffern. Nun hat der Bundesrat auf die Anfrage des Nationalrats geantwortet. SOPRE sei mit dem Ziel eingeführt worden, genauer planen zu können und die Effizienz zu steigern. Die Einführung dieser Software ist noch am Laufen. "Die effektiv angefallenen Kosten lassen sich erst nach Projektabschluss beziffern", so der Bundesrat.
 
Um die Probleme bei der Softwareeinführung zu beheben, hätten die SBB eine Task-Force eingesetzt. Der Fahrplanwechsel werde zudem von einer speziellen Einführungsorganisation überwacht und gesteuert.
 
Der Bundesrat weist weiter darauf hin, dass man zwar die strategischen Ziele der SBB vorgebe, auf die operative Tätigkeiten aber keinen Einfluss nehme. Die Beschaffung von Software gehöre zu solchen Tätigkeiten. Es liege somit auch in der Verantwortung des Unternehmens, nun eine stabile Situation zu schaffen. (kjo)