Durchbruch? Australische Börse setzt künftig auf Blockchain

Als einer der weltweit ersten grossen Börsenbetreiber will der australische ASX-Konzern künftig Wertpapiere über die Blockchain abwickeln. Ziel der neuen Technologie sei, Transaktionen zu vereinfachen und Kosten für Kunden zu senken, sagte ASX-Chef Dominic Stevens.
 
Michael McCarthy, Chef-Marktstratege für CMC Markets in Sydney, schätzt laut 'BBC', dass durch die Blockchain-Einführung Dutzende von Millionen Dollar eingespart werden könnten.
 
Voraussichtlich im März 2018 werde die ASX den Plan vorlegen, wie und wann das bisherige Abwicklungssystem Chess abgelöst werden könne durch Distributed Ledger Technologie (DLT). Chess stammt aus den 1990er Jahren, rapportiert 'Bloomberg'.
 
DLT ist noch relativ neu, es fehlen etwa verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Unklar ist beispielsweise, wer bei Fehlern bei der Eingabe oder der Programmierung der Blockchain haftet.
 
Die ASX testete die Technologie nach eigenen Angaben zwei Jahre lang. Im Januar 2016 übernahm sie einen Minderheitsanteil am US-Blockchain-Entwickler Digital Asset, der unter anderem von den Banken Goldman Sachs und JP Morgan sowie der Deutschen Börse Geld eingesammelt hat. (mag / sda)