Panama Papers: Verfahren gegen Genfer Informatiker eingestellt

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen einen ehemaligen Informatiker der Genfer Zweigstelle der Kanzlei Mossack Fonseca eingestellt.
 
Der Spanier, der während 16 Jahren für die Kanzlei Mossack Fonseca gearbeitet hatte, war Ende Mai 2016 von seinem Arbeitgeber verklagt worden. Die Genfer Zweigstelle der Kanzlei verdächtigte ihren langjährigen Mitarbeiter, eine grosse Menge sensibler Daten gestohlen zu haben, um dem Unternehmen zu schaden.
 
Die Finanzkanzlei Mossack Fonseca war im Zuge der sogenannten Panama Papers wegen angeblicher Offshore-Geschäfte in Verruf geraten. Als Quelle der Veröffentlichungen figurierte eine anonyme Person, die sich "John Doe" nannte. Diese Person hatte die 'Süddeutschen Zeitung' mit 2,6 Terabyte vertraulichen Daten beliefert, die von einem internationalen Konsortium Investigativer Journalisten ausgewertet wurden. (ts)