Protonmail stellt Bridge vor für Client-Nutzung

Der in Genf ansässige E-Mail-Anbieter Protonmail hat mit Bridge eine neue Software vorgestellt, die die Nutzung verschlüsselter E-Mails auch mit lokalen Clients wie Outlook vereinfachen soll. Es sei schon immer Ziel des Unternehmens gewesen, verschlüsselte E-Mails auf den Desktop zu bringen. "Desktop-Systeme umfassen mehrere Betriebssysteme mit Dutzenden von beliebten E-Mail-Clients und praktisch keiner von ihnen spricht nativ PGP, den E-Mail-Verschlüsselungsstandard, auf dem Protonmail aufbaut", heisst es weiter. Man habe vor zwei Jahren eine kleine Task Force ins Leben gerufen, um sich dieser Herausforderung anzunehmen. Entstanden ist Protonmail Bridge.
 
Das Programm müsse vom Nutzer, der über einen Protonmail-Account verfügen muss, lokal installiert werden und übernehme die Ver- und Entschlüsselung sowie das Key-Management. Bridge, so das Unternehmen weiter, verhalte sich im Wesentlichen wie ein lokaler E-Mail-Server unter Verwendung der IMAP- und SMTP-Protokolle und interagiere mit den lokal installierten Clients. Bridge kommuniziere über eine API mit dem E-Mail-Server von Protonmail, während die Clients direkt mit Bridge über die IMAP- und SMTP-Standards kommunizieren können.
 
Alle Ver- und Entschlüsselungen würden lokal erfolgen, womit die End-to-End-Verschlüsselung sichergestellt sein soll. (kjo)