Die ETHs ernennen dreieinhalb neue IT-Professoren

Die ETH Zürich hat zehn neue Professoren ernannt. Zwei davon stärken den Informatik-Bereich der Hochschule, ein weiterer wendet in der Forschung Machine Learning an.
 
Zhendong Su wird von der amerikanischen Unviersity of California zur ETH Zürich wechseln, wo er eine ordentliche Professur für Informatik antritt. Der 47-Jährige ist Experte für Software Engineering und Programmiersprachen. Er hat unter anderem die Entwicklung neuartiger Testmethoden für Compiler vorangetrieben. Zudem sei er bekannt für Test- und Analysetechniken, welche die Sicherheit von Web-Applikationen verbessere, so die ETHZ.
 
Olga Sorkine Hornung, zurzeit ausserdordentliche Professorin an der ETHZ, wird zur ordentlichen Professorin für Informatik ernannt. Sie ist im Bereich der geometrischen Modellierung sowie der digitalen Bearbeitung von Geometrie tätig. Ein Hauptfokus ist dabei die interaktive Modellierung von Oberflächen, die in der Computergraphik eine bedeutende Rolle spielt. Aktuell befasst sich die 36-Jährige mit Computerdesign im Zusammenhang mit digitaler Fabrikation und 3D-Druckverfahren.
 
Und der halbe IT-Prof in Zürich: Elliott Ash wechselt von der englischen University of Warwick zur ETHZ als Tenure-Track-Assistenzprofessor für Recht, Ökonomie und Datenwissenschaften. Der 33-Jährige wendet Machine Learning und Natural Language Processing auf grosse juristische Datensätze an, um die Auswirkungen von Gesetzen, Gerichtsentscheiden und Verträgen auf das menschliche Verhalten und auf Märkte zu untersuchen. Mit seiner Ernennung baue die ETH Zürich ihre führende Stellung in den Datenwissenschaften weiter aus, so die Zürcher ETH.
 
Herbert Shea ist zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL und wird in Lausanne zum ordentlichen Professor für Mikrotechnik ernannt. Seine interdisziplinären Arbeiten umfassen Beiträge zur Touch-Screen-Technologie und zur Ausgestaltung von künftigen Mensch-Maschinen-Schnittstellen. Der 46-Jährige werde seine weitere Forschung an der EPFL insbesondere auf fortschrittliche Technologien zur Herstellung von polymerbasierten Schaltelementen und deren Anwendung ausrichten, so die Lausanner Hochschule.(ts)