EU will, dass Bitcoin weniger anonym wird

Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und der Regierungen mehrerer Mitgliedsstaaten haben sich vor dem Wochenende auf eine Reihe von Massnahmen geeinigt, mit denen Kryptowährungen stärker reguliert werden sollen. Insbesondere geht es darum, anonyme Transaktionen zu erschweren. Kaufplattformen sollen künftig, wie es die Geldwäscherichtlinien fordern würden, ihre Kunden identifizieren und die Wallet-Adressen in einer zentralen Datenbank speichern, berichtet unter anderem die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung'. Damit soll mehr Transparenz geschaffen und Geldwäsche erschwert werden, zitiert die 'FAZ' EU-Justizkommissarin Vera Jourova.
 
Die Vereinbarungen sind Teil eines grösseren Pakets von Massnahmen gegen Finanzverbrechen und Steuerhinterziehung. Die Regeln müssen noch von den EU-Staaten sowie vom EU-Parlament formell angenommen werden.
 
UBS-Präsident Weber verlangt mehr Kontrolle
In einem Interview mit der 'NZZ am Sonntag' warnt UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber vor der Bitcoin-Euphorie. Weil nun auch Kleinanleger auf den Bitcoin-Zug aufspringen, sollten die Regulatoren einschreiten, glaubt er. Die Finanzaufsicht solle aktiv werden, um die unkontrollierten Preissteigerungen in geordnete Bahnen zu lenken. "Wir haben als Bank ganz bewusst vor diesem Produkt gewarnt, weil wir es nicht als werthaltig und nicht als nachhaltig einschätzen", sagte er. (kjo/sda)