Fujitsu will neue Mainframe-Ingenieure ausbilden

Der Mainframe, das "alte Eisen" der Enterprise-IT, 1964 von IBM lanciert, lässt sich einfach nicht verschrotten. Was 2015 geschrieben wurde, stimmt auch heute noch. Denn die "Zuverlässigkeit von Mainframes ist legendär und spricht vor allem Unternehmen an, die nach besonders sicheren Lösungen suchen", wie jetzt auch Fujitsu schreibt. Nur an Mainframe-Spezialisten mangelt es und das übrigens auch schon lange. Die wenigen jedenfalls, die es gibt, sind gefragt, wie man beispielsweise an CA Technologies ablesen kann.

Aktuell spricht Fujitsu von einem "drohenden Fachkräftemangel" bei den Mainframe-Ingenieuren und will es nicht bei Worten belassen. Darum wurde ein umfassendes Trainingsprogramm gestartet. Es adressiert im Rahmen der hauseigenen "Enterprise Platform Academy" Studenten, Kunden, Partner und Mitarbeiter. Im Fokus stehen bei dem Ausbildungsangebot laut einer Mitteilung die Enterprise Platform Services (EPS).
 
"Für zahlreiche Unternehmen sind Mainframes das Rückgrat ihrer digitalen Transformation und damit immens wichtig für den geschäftlichen Erfolg", betont man bei Fujitsu. Deshalb intensiviert man für die immer wieder einmal totgesagten Grossrechner "die Ausbildung einer neuen Generation von Ingenieuren mit spezifischen Fachkenntnissen". Ziel sei es, dass Unternehmen in die Lage versetzt werden, ihre Mainframe-Systeme langfristig zu betreiben. Zudem wolle man Knowhow verfügbar machen, das dazu beitrage, Betriebskosten von Mainframe-Software und -Hardware zu reduzieren.

Es werde Kurse auf Einstiegsniveau geben, Weiterbildungsangebote und solche für die fortgeschrittene akademische Forschung. Versprochen werden Trainingsmodule, die spezifische Fachkenntnisse vermitteln, Lernprozesse unterstützen und Erfahrungen weitergeben. Inhaltlich werde man Wissen über "alle typischen Mainframe-Systeme der Fujitsu-EPS-Geschäftsbereiche sowie zahlreiche weitere Technologien in Rechenzentren wie Netzwerke und Storage" vermitteln.
 
Beim Lehrangebot arbeite man unter anderem mit dem Computer Science Club der TU-München und der Hochschule für Technik Stuttgart zusammen. Neben den klassischen Lehrveranstaltungen werde es auch eine Reihe von Aktivitäten geben wie die "Mainframe Days" oder die "Mainframe Winter School".

Die Kosten für die Schulungen variieren laut Fujitsu je nach Kurs, Anzahl der Module, Ort und Klassengrösse. (vri)