Uni Luzern setzt Blockchain-basiertes E-Voting-System ein

An der Universität Luzern wurde Anfang Dezember erstmals bei einer studentischen Wahl ein E-Voting-Verfahren unter Anbindung der Blockchain-Technologie eingesetzt. Die Wahl wurde auf der Plattform univote.ch abgewickelt, die bereits seit Längerem im Einsatz ist und von der Berner Fachhochschule betrieben (BFH) wird. Unter der Leitung von Eric Dubuis vom Departement Technik und Information der BFH wurde die Blockchain-Anbindung umgesetzt.
 
623 Studierende haben an der Wahl teilgenommen. Auf der technischen Seite habe alles funktioniert, so Dubuis auf Anfrage von inside-it.ch. Die Entwicklung des Blockchain-E-Voting-Verfahrens und der Software erfolgte im Auftrag der kalifornischen Voting Corp, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Das Projekt habe ein gutes Jahr gedauert.
 
Die Stimmen werden End-to-End-verschlüsselt abgegeben. Aber, so Dubuis, um das Stimmgeheimnis zu wahren, müsse die Stimme vom Wähler getrennt werden. Mit einem Mix-Net genannten kyrptografischen Verfahren werde die Stimme, die unverändert bleibt, von der Identität des Wählers entkoppelt.
 
Das System könnte für künftige studentische Wahlen, auch an anderen Hochschulen, zur Verfügung gestellt werden. Laut Medienmitteilung ist auch ein Einsatz bei Aktionärsversammlungen, Meinungsumfragen oder bei politischen Wahlen denkbar. (kjo)