Kaspersky klagt gegen US-Behörden

Kaspersky geht juristisch gegen das von den USA verhängte Verbot der Nutzung seiner Anti-Virus-Software bei US-Behörden vor.
 
Die bei einem Bundesgericht eingereichte Klage wirft dem Heimatschutzministerium vor, mit dem im September ausgesprochenen Verbot die Rechte der russischen Firma verletzt zu haben. Die Massnahme des Heimatschutzministeriums sei verfassungswidrig, teilte Kaspersky weiter mit. Das Ministerium habe "keine Beweise für ein Fehlverhalten" vorgelegt.
 
Daneben stütze sich die Entscheidung auf subjektive, nicht fachliche öffentliche Quellen, wie unbestätigte und häufig auf anonymen Quellen beruhende Medienberichte und damit in Zusammenhang stehende Behauptungen und Gerüchte, so das Unternehmen weiter.
 
Eine Stellungnahme des Ministeriums liegt nicht vor.
 
Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte erklärt, der Einsatz könne die nationale Sicherheit gefährden. Sie äusserte den Verdacht, dass Kaspersky anfällig für eine Einflussnahme durch das Präsidialamt in Moskau sei. Das Unternehmen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. (sda/ts)