EPFL und acht Partner gründen Zentrum für digitales Vertrauen

Die ETH Lausanne (EPFL) wird mit einem "Center for Digital Trust" ausgestattet. Die Plattform soll zu einem Referenzschwerpunkt in Sachen Cybersicherheit, Datenschutz und Achtung der Privatsphäre werden, wie die EPFL mitteilt.
 
"Die Digitalisierung wird oft mit einer grossen Welle verglichen, die über die Welt hereinbricht. Deshalb brauchen wir Orientierungspunkte, um zu lernen, vertrauensvoll auf dieser Welle zu reiten", zeichnete Martin Vetterli, Präsident der EPFL, ein Bild der digitalen Entwicklung.
 
Acht Partner aus Industrie und Institutionen haben laut Vetterli Interesse gezeigt, sich zusammen mit der EPFL im Rahmen dieser Plattform zu engagieren. Darunter sind das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und das Universitätsspital Lausanne (CHUV), aber auch die Unternehmen Elca, Sicpa, Swisscom, Swissquote, SGS und SwissRe.
 
Diese Partner sollen in Kontakt mit der Bevölkerung und der Wirtschaft Bedürfnisse und Anliegen ermitteln und zusammen mit Forschern und Fachleuten Probleme lösen. Zudem tragen sie zur Finanzierung des Zentrums bei.
 
"Im Zentrum unseres Ansatzes steht das digitale Vertrauen", sagte Jean-Pierre Hubaux, der akademische Leiter des Zentrums. Es soll in einigen Monaten operationell werden, möglichst auf Beginn des neuen Schuljahres im August 2018.
 
Die ETH Lausanne kündigte zudem die Gründung von zwei neuen Unterrichts- und Forschungslehrstühlen an. Diese sollen die Labors verschiedener Fakultäten wie etwa der Fakultäten Informatik und Kommunikation, Life Sciences und Technologiemanagment ergänzen. (sda/ts)