Fintech-Startup will eine Finma-Lizenz

Das Zuger Startup Crypto Finance sammelt viel Geld. Derzeit beantragt das Fintech eine Finma-Lizenz.
 
Das in Zug ansässige Jungunternehmen Crypto Finance hat eine Finanzierungsrunde über 16 Millionen Franken abgeschlossen. Wie das Fintech mitteilt, gehören namhafte Investoren und Unternehmen zu den Geldgebern, darunter Milliardär Marc Frey und Harcourt-Gründer Philipp Cottier. Letzterer wurde jüngst in den Verwaltungsrat von Crypto Finance berufen, dem auch Marc Philipp Bernegger und Raymond J. Baer angehören.
 
Derzeit beantrage das Jungunternehmen aus dem Crypto Valley eine Banklizenz bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma. Dieser Prozess werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit dem zusätzlichen Kapital sei nun die Grundlage geschaffen, die benötigte Professionalität in den Markt zu bringen.
 
Das Fintech ist mit den drei Gesellschaften Crypto Fund, Crypto Broker und Crypto Storage auf Dienstleistungen rund um virtuelle Währungen spezialisiert. Das erst im Sommer 2017 gegründete Unternehmen beschäftige 26 Mitarbeitende. Mitgründer Jan Brzezek leitet das Unternehmen als CEO. Er bringt Erfahrung von UBS, SIX und Alphasys mit.
 
Trading-Plattform von Ergon entwickelt
Zur Unternehmensgruppe gehört die Crypto Broker AG, Anbieter einer Trading-Plattform, die Zugang zu den weltweit grössten Kryptowährungs-Handelsplätzen biete. Laut Handelsregistereintrag ist das Unternehmen auf Beratung, Handel und die Verwaltung von virtuellen Währungen spezialisiert. Die ersten beiden Fonds sollen Anfang Jahr 2018 und im ersten Quartal in der Schweiz lanciert werden, sofern die Zulassung der Finma erteilt werde. Im April, so die Mitteilung, soll eine Storage-Lösung folgen.
 
Die Trading-Plattform wurde von Ergon entwickelt, wie die Zürcher Softwareschmiede in einer separaten Mitteilung schreibt. Ergon "konnte innerhalb von wenigen Wochen ein Kernsystem entwickeln und für den Produktionsbetrieb bereitstellen", so Michael Frass, Projektleiter und Senior Software Engineer bei Ergon. Für den sicheren Zugriff sorgen neben der Web Application Firewall (WAF) und dem Identity- und Access-Management-System (IAM) die Security-Produkte der Airlock-Suite von Ergon. (kjo)