Gibraltar und Malta arbeiten an staatlichen Lizenzen für Blockchain-Firmen

Gibraltars Finanzaufsicht wird ab dem ersten Januar die erste massgeschneiderte Lizenz an Fintechs vergeben, die Blockchain-Distributed-Ledger-Technologie (DLT) einsetzen. Damit will der britische Aussenposten Startups anlocken, während er sich auf den Brexit vorbereitet.
 
Der Schritt ist eine Weltpremiere und würde formal die Verwendung von Blockchain-Datensätzen als akzeptierten Mechanismus für die Übertragung von Zahlungen anerkennen. Was wiederum den Weg bereiten kann für eine breitere Akzeptanz von Blockchain-Technologie.
 
Die Gibraltar Financial Services Commission (GFSC) hat die entsprechenden Richtlinien abgesegnet. Eine Bewerbung soll eine Firma laut einer Präsentation zwischen 10'000 und 30'000 Pfund kosten.
 
Den ersten Entwurf publizierte die Regierung im Oktober (PDF). "Die Firmen lechzen nach Blockchain-Regulierung", wird Nicky Gomez, Head of Risk and Innovation der GFSC, in Medien zitiert. In einem nächsten Schritt soll dann der juristische Rahmen für ICOs präsentiert werden.
 
Und bereits ist der nächste sichere Hafen für DLT-Firmen in Planung und es soll Malta sein. Der maltesische Parlamentarier Silvio Schembri kündigte dies an der "Blockchain & Bitcoin Conference Malta" vor zwei Wochen an. Allerdings muss man erst das entsprechende Gremium aufbauen. Dies soll bis im Frühling 2018 der Fall sein. (mag)