EU-Gericht: Uber ist ein Taxi-Unternehmen

Uber brachte mit der Vermittlung von Privatleuten als Fahrer Behörden und Taxi-Branche gegen sich auf – und musste den UberPop-Service fast überall in Europa einstellen, auch in der Schweiz. Der Europäische Gerichtshof sorgt nun dafür, dass es dabei bleibt.

Der Europäische Gerichtshof entschied, dass ein solcher Dienst eine Verkehrsdienstleistung ist und entsprechend reguliert werden muss. Damit wurde der Service rechtlich mit klassischen Taxi-Diensten gleichgestellt.
 
Für die Kunden ändert sich damit kaum etwas. Aktuell arbeitet der Fahrdienst-Vermittler in Europa mit Fahrern mit Beförderungsschein oder mit Taxi-Betrieben. Im Heimatmarkt USA machen Privatleute als Fahrer in ihren eigenen Autos hingegen den Grossteil des Uber-Geschäfts aus.
 
Das Urteil ist als schwerer Schlag gegen das ursprüngliche Businessmodell von Uber zu werten. Uber selber sieht sich als Technologieunternehmen, als Ride-Sharing-Vermittlungsplattform. Mit Unbehagen dürften die Regulierung auch andere Vermittlungsplattformen und europäische Startups mit solchen Business-Ideen sehen. (mag/sda)