Kanton Zürich kriegt Cyber-Staatsanwälte

Nach dem Ja des Kantonsrats geht es nun an die Rekrutierung: Im Kanton Zürich werden im nächsten Jahr zehn zusätzliche Stellen für die Bekämpfung der Internetkriminalität geschaffen. Diese werden sowohl im Kompetenzzentrum Cybercrime als auch bei den Regionalen Staatsanwaltschaften eingesetzt. Der Regierungsrat hatte im Februar 2017 der Kantonspolizei sowie der Staatsanwaltschaft neue Stellen zugesprochen, davon zehn für die Staatsanwaltschaft. Diese wurden nun am Dienstag vom Kantonsrat mit dem Gesamtbudget verabschiedet, teilt der Kanton Zürich heute mit.
 
Damit könne im ersten Quartal 2018 mit der Rekrutierung begonnen werden. Besetzt werden fünf Staatsanwaltschafts-Stellen sowie deren jeweilige Assistenten, die vor ihrem Einsatz noch eine vertiefte Ausbildung absolvieren müssen. Vier der Staatsanwälte und vier Verwaltungsassistenzen werden bei den Regionalen Staatsanwaltschaften eingesetzt und das Kompetenzzentrum Cybercrime wird mit einem Staatsanwalt inklusive Assistenzstelle verstärkt.
 
Den bei den Regionalen Staatsanwaltschaften eingesetzten Spezialisten fällt unter anderem die Aufgabe zu, die in ihren Amtsstellen anfallenden Internetstraffälle zu bearbeiten und den Wissenstransfer an die anderen Mitarbeitenden sicher zu stellen. Im Kompetenzzentrum sollen vorwiegend komplexe Verfahren der Internetkriminalität, wie Hacking oder Malware-Verbreitung, behandelt werden. Neben diesen Ermittlungen gelte es auch verstärkt gegen Straftaten vorzugehen, die mittels Internettechnologie verübt werden. Dabei handle es sich etwa um Internetbetrüge, Darknet-Drogenhandel oder über die Social-Media-Kanäle begangenen Drohungen und Ehrverletzungen. (kjo)