"Obsolescence Programmée": Vorwürfe gegen Epson und Apple

Der Vorwurf, dass Hersteller manchmal versuchen, die Lebensdauer ihrer Produkte bewusst zu verkürzen – möglichst bis kurz nach Ablauf der Garantiefrist, – taucht in der Industrie im Allgemeinen und in der IT-Branche im Besonderen schon seit Jahrzehnten immer wieder auf. Nun ist die Diskussion um das Thema in Frankreich durch eine Ermittlung gegen Epson und eine Anzeige gegen Apple neu aufgeflammt.
 
Wie die Nachrichtenagentur AFP meldete, hat die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterre letzte Woche Vorermittlungen wegen Täuschung und geplanter Obsoleszenz gegen Epson eingeleitet. Angestossen wurden die Ermittlungen durch eine Anzeige des Vereins Halte à l'obsolescence programmée. Dieser behauptet unter anderem, dass Epson-Drucker manchmal einen leeren Füllstand anzeigen und das Drucken blockieren würden, obwohl noch Tinte vorhanden sei.
 
Derselbe Verein hat letzte Woche laut AFP eine neue Anzeige gegen Apple gemacht. Dabei geht es um die Drosselung von älteren iPhones durch das Betriebssystem. Apple hatte gesagt, die geschehe, um die Betriebsdauer bei Geräten mit abgenützten Akkus zu verlängern. Der französische Verein dagegen vermutet, wie auch einige Konsumentenschützer in den USA, dass es Apple in Wirklichkeit darum gehe, Konsumenten zum Kauf neuerer Modelle zu bewegen. (hjm)