ETH spuckt zehn ICT-Spinoffs aus

ETH-Spinoffs 2017 nach Fachgebieten. (Grafik: ETH Zürich)
Vergangenes Jahr haben Forschende der ETH Zürich 25 Spinoffs gegründet. Damit bleibe die Zahl der Neugründungen auf Rekordniveau. Acht der 2017 gegründeten Spinoffs sind aus dem ETH-internen Pioneer-Fellowship-Programm entstanden, mit dem Studierende gezielt gefördert und bei der Firmengründung unterstützt werden, schreibt die Hochschule in einer Mitteilung.
 
"Es ist schön zu sehen, wie junge Masterstudierende ihre Firmenideen genauso erfolgreich verfolgen können wie schon erfahrenere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen", sagt Detlef Günther, Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH. Immerhin ein knappes Drittel der ETH-Spinoffs wurden von Frauen mitbegründet, freut sich Günther weiter. "Wir setzen alles daran, dass auch immer mehr Wissenschaftlerinnen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen."
 
Digitaler Wandel zeichnet sich ab
Die inhaltliche Ausrichtung der Neugründungen wiederspiegle die ganze Breite der Forschungsthemen der Hochschule, schreibt die ETH weiter. Der Digitale Wandel mache sich aber auch bei den Spinoffs bemerkbar. Im vergangenen Jahr seien besonders viele Unternehmen im Berich der digitalen Technologien und Datenwissenschaften entstanden. Zehn der 25 Spinoffs ordnet die Hochschule dem Gebiet Informatik und Kommunikationstechnologie zu. Dazu gehören etwa das Startup aiNET, dessen computergestützte Analysen die Suche nach therapeutischen Antikörpern beschleunige, oder das Spinoff DataHow, das mittels maschinellem Lernen Industrieprozesse in Pharmaunternehmen optimiere.
 
Spinoffs sind immer besser vernetzt
Wie die ETH weiter schreibt, würden sich die Spinoffs zu einer lebendigen Szene entwickeln. Diese würde nicht nur zahlenmässig wachsen – seit 1996 sind 380 Spinoffs an der ETH entstanden – sondern seien auch immer besser vernetzt. "Ich beobachte mit grosser Freude, dass immer mehr etablierte Spinoffs mit jungen Forschenden aus dem Pioneer Fellowship Program zusammenarbeiten. Das belebt die Spinoff-Szene und bringt erstaunliche Impulse", so Marjan Kraak, Gruppenleiterin Spinoff-Gründungen der ETH Zürich.
 
Vergangenes Jahr seien ausserdem über 120 Millionen Franken in Spinoffs der ETH geflossen. Über die Hälfte davon ging auf das Konto von GetYourGuide. Auch die Jungunternehmen Beekeeper und Scandit konnten sich vergangenes Jahr über neues Kapital freuen. (kjo)