HP muss Akkus zurückrufen

Nur einzelne, wenige Geräte sind betroffen. HP sendet für den Austausch Techniker zu den Kunden nach Hause.
 
Heute Morgen kam die Story sogar in den Nachrichten von 'Radio SRF': HP muss die Akkus einer ganzen Reihe von Notebooks zurückrufen. Grund: Sie könnten sich selbst entzünden. Die Story tönt aber schlimmer als sie ist, denn die Zahl der potentiell gefährlichen Geräte ist gering. HP geht davon aus, dass in den USA rund 50'000 Geräte, respektive deren Akkus, in Brand geraten könnten. In der Schweiz dürften es also maximal einige hundert Notebooks sein.
 
"Weltweit sind nur 0,1 Prozent der in den letzten zwei Jahren ausgelieferten Geräte betroffen," so HP-Schweiz-Sprecherin Susanne Weber in einer E-Mail an inside-channels.ch. Trotzem nehme HP Schweiz die Verantwortung sehr ernst, so Weber.
 
Da viele verschiedene HP-Notebook-Linien (ProBook G2 und G3), ZBook, x360 G2, Pavilion x360, Envy m6) die gefährlichen Akkus enthalten können, kommt man nicht umhin, sie zu überprüfen. Dies kann man mit einem Dienstprogramm tun, das hier erhältlich ist. Firmenkunden, bei denen mehrere Geräte betroffen sind, können sich über eine spezielle E-Mail-Adresse bei HP melden. Der Umtauschprozess wird dann vereinfacht abgewickelt, so Weber.
 
Da selbstentzündende Akkus sehr gefährlich sind, sollte man die entsprechenden Notebooks sofort überprüfen. Hat man ein Gerät, bei dem die Batterie ausgetauscht werden muss, so muss der Akku in den Sicherheitsmodus gesetzt werden und man darf die Notebooks nur noch mit dem Netzgerät verwenden. HP stellt dazu einen BIOS-Update zur Verfügung.
 
HP scheint entschlossen zu sein, den Akkutausch so kundenfreundlich wie möglich zu machen: Meldet das Dienstprogramm den Fund eines gefährlichen Akkus, so kann man dies bei HP registrieren. Innert drei bis fünf Tagen sollte sich dann ein Techniker melden, um einen Termin abzumachen. Dieser wird dann die potentiell gefährliche Batterie beim Kunden vor Ort ersetzen.
 
Den Hersteller der gefährlichen Akkus nennt HP nicht.
 
Umtausch direkt bei HP
Gemäss dem in der Schweiz mit Abstand grössten Notebook-Hersteller erfolgt der Umtausch der Akkus immer direkt bei HP selbst. Dies auch dann, wenn man die Geräte bei einem ICT-Dienstleister gekauft hat. HP-Partner wurden gemäss Weber entsprechend informiert und können ihre Kunden beraten. (hc)
 
Interessenbindung: HP Schweiz ist als Gold Sponsor ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags. Zudem ist HP Abendsponsor am Inside Channels Forum, das Reseller auf keinen Fall verpassen sollten. Wir hätten übrigens auch einen anderen Hersteller gelobt, wenn dieser eine Rückruf-Aktion ähnlich professionell durchgezogen hätte.