Ausgerechnet: US Homeland Security verliert viele Daten

Ausgerechnet das US-Sicherheitsministerium (US Department of Homeland Security, DHS), zu dem unter anderem das National Cyber Security Center gehört, hat viele und wichtige Daten verloren. Das riesige Ministerium wurde aber nicht etwa gehackt, sondern von einem Mitarbeitenden bestohlen. Das kommt einem als Einwohner der Schweiz doch irgendwie bekannt vor.
 
Das DHS musste am 3. Januar einen massiven Datenverlust bekannt geben. Und zwar ist es einem Angestellten gelungen, eine Kopie des Case Management Systems, also des "ERPs" des Ministeriums, zu stehlen. Der Dieb konnte sensible Daten von 247'167 (!) Menschen, die 2014 beim DHS angestellt waren, entwenden. Zudem wurden Daten von Verdächtigen, Zeugen und Menschen, die Anzeigen erstattet hatten, gestohlen. Diese Daten standen im Zusammenhang mit DHS-Fällen zwischen 2002 und 2014.
 
Das DHS bietet den Personen, deren Daten gestohlen worden sind, während den nächsten 18 Monaten die kostenlose Überwachung der Kreditkarten und den Schutz der Identitätsdaten an. Dies, weil Böswillige mit den gestohlenen Daten, Identitätsdiebstahl oder auch Kreditkartenbetrug begehen könnten.
 
DHS-Angestellte, deren Kreditkarten gesperrt wurden, sollen sich bei einer der grossen US-Bonitätsprüfungsgesellschaften, zum Beispiel Equifax, melden. Was Menschen tun sollen, die zwischen 2002 und 2014 verdächtige Aktivitäten dem DHS gemeldet haben oder fälschlich verdächtigt wurden, teilt das Ministerium nicht mit. (hc)