Clientis-Banken launchen die Inventx-IT-Plattform

2014 hatten sich die Clientis-Regionalbanken für eine Multiprovider-Strategie entschieden, welche den IT-Betrieb zwischen Swisscom und Inventx aufteilt. Nun ist diese Strategie umgesetzt: Inventx verantwortet neu den Rechenzentrumsbetrieb und das Application Management für 15 Clientis Banken und zehn weitere Regionalbanken, so melden die Beteiligten in Mitteilungen.
 
Inventx betreibt das Kundengeschäft der 25 Banken auf einer Plattform, die das Kernbankensystem (Finnova) und mehrere Umsysteme umfasst. Die Finnova-Lösung sei nicht betroffen.
 
Es handle sich "um den grössten IT-Wechsel der letzten Jahre in der Schweiz", so die Verantwortlichen. Als Begründung für die Strategie wird genannt, man könne damit Inkompatibilitäten eliminieren, Standardisierung umsetzen, Prozesse vereinfachen und die Kosten "wesentlich" senken. Laut Clientis-Geschäftsbericht sind die IT-Kosten "der grösste Kostenblock beim Sachaufwand" der Banken.
 
Der bisherige Provider war Swisscom und die Firma kriegt weiterhin einen Teil der IT-Budgets der 25 Banken: Die individuelle Datenverarbeitung an den Arbeitsplätzen der rund 800 Mitarbeitenden, den Betrieb der Firmen- und Fern-Netzwerke sowie die Verarbeitung des Zahlungsverkehrs und die Wertschriftenadministration. Doch es ist weniger als zuvor, das Auftragsvolumen für Swisscom werde um ein Drittel schrumpfen, sagte ein Swisscom-Sprecher Ende 2014, als der Clientis-Entscheid bekannt wurde.
 
Das Transitionsprojekt "Capricorn" hat laut Mitteilung 20 Monate gedauert und sei termingerecht abgeschlossen worden. Der Evaluations- und Vorbereitungsprozess der Clientis-Banken hat laut Geschäftsberichten anderthalb Jahre gedauert.
 
Nun, da auch die Weiterentwicklung der IT zentralisiert möglich ist, haben die Beteiligten neue Projekte angestossen, "unter anderem in den Bereichen Digitalisierung und e-Banking-Sicherheit". (mag)