(Update) UBS Card Center lagert IT-Betrieb an UMB aus

Bereits auf den letzten November hat UBS einen kleinen Teil des Betriebs seines Card Center an UMB ausgelagert. Wie der langjährige UMB-Chef Matthias Keller auf Anfrage von inside-it.ch erklärt, bleibt das Applikations-Management zwar bei der UBS, doch als Managed-Service würden die Infrastruktur-Plattform, Datenbanken und die Middleware neuerdings von UMB betrieben.
 
Damit ist dieses Outsourcing an den mit derzeit 270 Mitarbeitern wohl grössten Schweizer IT-Dienstleister nun bestätigt, nachdem es 'Inside Paradeplatz' vergangenen Sommer bekannt gemacht hatte. Neu ist, dass von den 13 betroffenen UBS-Mitarbeitern nur zehn einen Vertrag mit UMB unterschrieben haben. Drei haben ihn nicht angenommen. Die Frage, ob sie die UBS verlassen haben, will Pressesprecherin Claudia Hager aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gegenüber inside-it.ch nicht beantworten. Laut Keller werden die drei Stellen derzeit von bestehenden UMB-Kollegen ersetzt, man suche aber neue Mitarbeitende. Allein auf der UMB-Webseite sind derzeit 16 Stellen ausgeschrieben.
 
Hager bestätigt hingegen, dass für die Mitarbeiter auch nach dem Outsourcing der Arbeitsort das UCC in Opfikon sei. Sie hält zudem fest, dass weiterhin die Anwendung Essentis von ACI im Einsatz sei, zu der man nach dem Abbruch eines Projektes mir der russischen Firma Open Way im Sommer 2015 zurückgekehrt war. Dagegen liegt nun unter anderem auch die Mainframe-basierte Infrastruktur in der Verantwortung von UMB, wie Keller bestätigt.

Outgesourct habe man nicht wegen der Kosten, betont die UBS-Sprecherin. Vielmehr beansichtige man auf diesem Wege die "Produktionsstabilität sicher zu stellen und allfällige Risiken zu minimieren". Das unterstreicht auch Keller. Er verweist darauf, dass die UBS neu beispielsweise auf die bei UMB in der betroffenen Fachdisziplin vorhandenen Redundanzen zurückgreife. (vri)
 
Zum Update: Ursprünglich legten Titel und erster Satz dieses Textes nahe, das UBS sein Card Center auslagert. Das ist falsch, sind doch nur Teile des IT-Betriebs betroffen. Berechtigterweise hat UBS eine Präzisierung gefordert, die hiermit erfolgt ist.
 
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