CPU-Gate: Oracle spricht, ZFS büsst ein, IBM gewinnt…

"Last but not least": Oracle bestätigt, wer SPARCv9-CPUs (mit Solaris) nutzt, ist von der Lücke Spectre betroffen. Dies melden diverse Medien. "Oracle ist der Ansicht, dass bestimmte Versionen von Oracle Solaris auf SPARCv9 von den Spectre-Schwachstellen betroffen sind," soll es für Kunden mit Login zum Oracle-Kundenportal heissen.
 
Als einziges uns bekanntem Medium hat 'The Register' ein Login und schreibt, man arbeite an Patches für alle betroffenen Versionen mit Premier Support oder Extended Support. Wann Updates kommen? Offen. Sind Performance-Einbussen zu verzeichnen? Unklar, man untersuche es.
 
Auf der Januar-Patchliste von Oracle wären Details zu Patches etcetera (aber eben, mit Login).
 
Auch auf der Intel-Herstellerliste fehlt der Name Oracle jedenfalls bis heute.
 
Ebenfalls 'The Register' rapportiert mit Verweis auf Messungen eines System Engineers eine Leistungseinbusse von sieben bis acht Prozent beim Filesystem ZFS. Aber na und? Das ist ja bescheiden, fast nichts, im Vergleich zu Red Hat, wo ein Einbruch um bis zu 20 Prozent registriert wurde. Und ein Franzose rapportiert via Twitter, minus 37 Prozent bei Python (auf Windows 7).
 
Keinen Einbruch verzeichnet hingegen IBM, zumindest was die Aktienkurse betrifft. 'Reuters' meldet, der Kurs steige unter anderem wegen dem CPU-Gate. Analysten von Barclays glauben nämlich, dass IBM Intel im Server-Markt Anteile abluchsen könnte, insbesondere mit den neuen Power9-Prozessoren. Angesichts der anstehenden Publikation der Quartalszahlen keine schlechten News, aus IBM-Sicht zumindest. Zudem hat der sonst so gebeutelte Konzern auch noch Patches gegen Spectre und Meltdown verfügbar. (Marcel Gamma)