Bund schafft Arbeitsgruppe zu Blockchain und ICO

Das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) setzt eine Arbeitsgruppe zu Blockchain ein. Sie soll die rechtlichen Rahmenbedingungen überprüfen und allfälligen Handlungsbedarf aufzeigen.
 
Besonderes Augenmerk gelte zudem den Initial Coin Offerings (ICO), so das SIF in einer Mitteilung. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte bereits im September nach einem markanten Anstieg der ICOs angekündigt, diese unter die Lupe zu nehmen.
 
Die Arbeitsgruppe werde dem Bundesrat bis Ende des Jahres Bericht erstatten, teilte das SIF mit. Einbezogen werden neben dem SIF das Bundesamt für Justiz (BJ) und die Finma aus deren Reihen Personen beteiligt sein werden. Die genaue Besetzung steht noch nicht fest.
 
Die Arbeiten sollen in einer Steuerungsgruppe zusammenlaufen. Diese besteht aus dem Staatssekretär des SIF, Jörg Gasser; dem Direktor des BJ, Martin Dumermuth; und dem Direktor der Finma, Mark Branson.
 
Die Gruppe soll eng mit der Branche zusammenarbeiten. Auf Anfrage von inside-it.ch sagt Frank Wettstein, Medienverantwortlicher des SIF, dass man die Protagonisten aus der Wirtschaft konsultieren werde. Genaueres könne man dazu noch nicht sagen, da das Projekt ganz am Anfang stehe.
 
Das Ziel sei die Erhöhung der Rechtssicherheit, die Aufrechterhaltung der Integrität des Finanzplatzes und die Sicherstellung einer technologieneutralen Regulierung, schreibt das SIF. (ts/sda)