DSAG: SAP-Kunden können EU-DSGVO ohne Lizenzkosten umsetzen

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) hat es in verschiedener Hinsicht in sich: Bei den Datenschutzanforderung oder der Höhe der möglichen Bussen. Ausserhalb der öffentlichen Wahrnehmung standen bislang spezifische Aufwände für SAP-Nutzer, die nötig sind, um gesetzeskonform zu bleiben.
 
Offenbar dämmerte in den letzten Monaten aber vielen SAP-Kunden, dass sie wegen der EU-DSGVO in zusätzliche SAP-Produkte investieren müssten. Speziell im Fokus stand "SAP NetWeaver Information Lifecycle Management" (ILM), um personenbezogene Daten wie verlangt sperren oder löschen zu können.
 
Aber zu welchen Kosten würde man ILM einsetzen können? "Wir brauchten dringend Klarheit", so Gerhard Göttert, Vorstand der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG).
 
Die DSAG forderte, dass "die Lieferungen und die Verfügbarkeit einer aufwandsarmen Lösung zur Erfüllung von Anforderungen aus der EU-DSGVO über die Wartungsgebühren" möglich sein müsse. Also keine Lizenzkosten und bitte rasch und einfach.

SAP habe dies zugesagt, meldet die DSAG in einer Mitteilung. "Konkret hat SAP die Lizenz für SAP NetWeaver Runtime um die Retention-Management-Funktionen von ILM erweitert. Mit dieser Lösung und weiteren Standardfunktionen der SAP-Software – wie beispielsweise dem Berechtigungsmanagement – ist es möglich, die Projekte zur Realisierung der technischen und organisatorischen Massnahmen in den Firmen umzusetzen", so die DSAG. Umgekehrt gebe es für SAP-Kunden, die ILM nutzen, eine Kompensationsregelung, was ebenfalls als grosser Erfolg zu betrachten sei. (mag)
 
(Interessenbindung: Wir sind Medienpartner der DSAG Technologietage.)