Google und AWS steigen ins Security-Business ein

Google, beziehungsweise Googles Muttergesellschaft Alphabet, hat die Existenz eines bisher unbekannten Tochterunternehmens bekannt gegeben, das im Bereich Security tätig werden soll. Das Team arbeitet schon seit 2016 an seinem Service, bisher aber noch im "Stealth-Mode". Chronicle, so der Name des Unternehmens, bietet noch keinen konkreten Service an, arbeitet aber mit ersten Testkunden am Bau einer "Cybersecurity Intelligence Platform". Dabei geht es anscheinend um die Analyse von Daten, zum Beispiel Logfiles, um die Spuren von Hackern zu erkennen.
 
Durch die Nutzung von Machine Learning und insbesondere auch der immensen Computerpower der vorhandenen Google-Infrastruktur könnten solche Analysen viel schneller durchgeführt werden als bisher, in Minuten oder Stunden statt Tagen oder Wochen, sagt Chronicle. So könnten sich im Gange befindende oder auch bereits erfolgte, erfolgreiche Eindringversuche deutlich schneller erkannt werden.
 
Kunden müssten Chronicle zu diesem Zweck wohl sehr viele, teilweise auch sensible Daten zur Verfügung stellen. Chronicle verspricht aber, dass diese Daten komplett getrennt aufbewahrt und Google keinen Zugriff darauf haben werde.
 
Derweil hat AWS ein US-Unternehmen namens Sqrrl aufgekauft, das einen sehr ähnlichen Ansatz verfolgt. Auch Sqrrl will Kunden helfen, durch die Analyse von Daten aus verschiedenen Quelle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Sqrll wird laut einem Statement des bisherigen CEOs Mark Terenzoni ein "Teil der Amazon-Web-Services-Familie" werden. Dies lässt darauf schliessen, dass AWS den Service weiterhin auch eigenständig anbieten wird. (hjm)