CPU-Gate: Intel informierte Chinesen vor US-Regierung

Intel scheint eine kleine Gruppe von Kunden, darunter auch chinesische Technologieunternehmen, noch vor der US-Regierung über die Security-Probleme Spectre und Meltdown informiert zu haben. Dies berichtet das 'Wall Street Journal' unter Berufung sowohl auf anonyme Quellen als auch einige der involvierten Firmen.
 
Wann Intel diese Informationen an die Firmen gegeben hat, scheint nicht bekannt zu sein. Das Journal deutet aber an, dass es einige Monate gewesen sein könnte, bevor die Probleme Anfang Januar allgemein bekannt wurden.
 
Laut einem im Artikel zitierten Security-Experten sei es ziemlich sicher, dass die chinesische Regierung ihrerseits über den Inhalt der Intel-Informationen informiert wurde. Die chinesische Regierung wiederum hätte sie an staatlich gesponserte Cyberspione weitergeben können. Allerdings gibt es keine Beweise, dass jemand schon letztes Jahr versucht hätte, die Meltdown- oder Spectre-Lücken zu nützen.
 
Vertreter von Homeland-Security und NSA erklärten gegenüber 'WSJ', dass sie erst Anfang Januar aus Presseberichten von Meltdown und Spectre erfuhren. (hjm)