DDoS-Angriffe zwingen drei holländische Banken in die Knie

Die drei grössten Banken der Niederlande sind zum Ziel von mehreren Cyberattacken geworden. Durch die Angriffe seien Websites der Banken und teilweise auch der Zugang zum Online-Banking blockiert worden, teilen die Geldinstitute mit.
 
Die Bank ING, mit rund acht Millionen Privatkunden das grösste Geldhaus des Landes, wurde niederländischen Medien zufolge am Sonntagabend Ziel einer DDoS-Attacke. Laut der Bank habe der DDoS-Angriff zu einer Überlastung der Server geführt und sich dabei auch auf das Online-Banking ausgewirkt. Inzwischen seien aber alle Dienste wiederhergestellt.
 
Die Rabobank, Nummer zwei des Landes, war nach Angaben einer Sprecherin am Montagmorgen Opfer eines DDoS-Angriffs. Dabei hätten die Kunden des Instituts "keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zum Online-Banking" gehabt.
 
Die drittgrösste Bank der Niederlande, ABN Amro, wurde Medienberichten zufolge allein am Wochenende drei Mal attackiert – und insgesamt sieben Mal in der vergangenen Woche. Alle drei Geldhäuser betonten, dass es den Angreifern nicht gelungen sei, an sensible Daten zu gelangen.
 
Es werde derzeit untersucht, ob die Angriffe zusammenhängen, schreibt die 'NL Times'.
 
Zentralbankpräsident Klaas Knot sagte am Sonntag im niederländischen Fernsehen, dass solche Angriffe für Banken zum Alltag gehörten. Allein auf die Notenbank gebe es "tausende Attacken pro Tag". Dies sei "die Realität im Jahr 2018". (sda/kjo)