Ehre für Schweizer VMware-Mitgründer Bugnion

Edouard Bugnion.
Edouard Bugnion wurde in die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften aufgenommen.
 
Der prominente Westschweizer Software-Architekt, Geschäftsmann und EPFL-Professor Edouard Bugnion ist neu als ordentliches Mitglied in die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW aufgenommen worden. Die Ernennung erfolge "in Anerkennung seiner entscheidenden Rolle als Pionier und Unternehmer an der weltweiten Entwicklungsspitze für die Architektur von Rechnern und Kommunikationssystemen", so die kurze Begründung der Akademie.
 
Edouard Bugnions Verdienste in der Informationstechnologie sind wohl teilweise in den USA eher bekannt, als in seinem Heimatland Schweiz. Er studierte an der ETH Zürich, ging dann an die Universität von Stanford in den USA. 1998 gehörte er zu den fünf Mitgründern einer mittlerweile nicht mehr ganz unbekannten Firma namens VMware.
 
Bis 2004 amtete er dort als Chef-Softwarearchitekt. Etwas später gehörte er zu den Mitgründern von Nova Systems. Dieses Unternehmen wurde 2008 von Cisco aufgekauft. Bugnion arbeitete daraufhin bis 2011 als Vice President und Cheftechnologe in der Serverabteilung des Netzwerkriesen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde er 2012 als Professor der Fakultät für Computerwissenschaften an die ETH Lausanne berufen.
 
Gegenwärtig ist der zudem Co-Direktor des von der EPFL zusammen mit der ETH Lausanne ins Leben gerufenen Swiss Data Science Center und sitzt im Verwaltungsrat von Logitech und Innosuisse.
 
Die SATW hat für dieses Jahr insgesamt zehn neue Mitglieder aufgenommen. Eine komplette Liste findet man hier. Insgesamt hat die Akademie gegenwärtig 300 ordentliche Mitglieder. Sie bezeichnet sich selbst als das bedeutendste Expertennetzwerk im Bereich Technikwissenschaften in der Schweiz. (hjm)