Microsoft wächst in allen Bereichen und Azure zieht

Microsoft hat im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2018 28,9 Milliarden Dollar Umsatz (nach GAAP) erwirtschaftet und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent steigern.
 
Azure war einmal mehr starker Wachstumstreiber: Der Cloud-Dienst legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 98 Prozent zu. Aber auch die übrigen Teile des Bereichs Intelligent Cloud, Server-Produkte und weitere Cloud-Services, vezeichneten eine Umsatsteigerung: Insgesamt trug der Bereich Microsoft einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar ein – ein Plus von über 15 Prozent.
 
Auch die grösste Sparte der Redmonder, das Personal Computing, schnitt nach einigen schlechten Quartalen im zweiten Quartal etwas besser ab. Es legte im Jahresvergleich um rund zwei Prozent zu und trug 12,2 Milliarden Dollar zum Umsatz bei.
 
Der dritte Bereich, von Microsoft Productivity und Business Processes genannt, wuchs insgesamt am stärksten. Der Umsatz stieg hier um 25 Prozent auf neun Milliarden Dollar. Besonders stark zogen Office 365 und Dynamics 365 an.
 
Der operative Gewinn von Microsoft stieg um zehn Prozent und betrug 8,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich resultierte aufgrund eines einmaligen Abschreibers ein Minus von 6,3 Milliarden Dollar. Dies ist der jüngsten US-Steuerreform geschuldet, die zwar künftig tiefere Abgaben nach sich ziehen dürfte, aber erst mal Kosten von 13,8 Milliarden Dollar verursachte.
 
An der Börse wurden die Zahlen schlecht aufgenommen. Die Microsoft-Aktie gab nach Börsenschluss deutlich nach. (ts)