Snowdens Ex-Firma erhält Riesen-Auftrag der US-Regierung

Booz Allen Hamilton, einem breiten Publikum bekannt geworden, weil sein Mitarbeiter Edward Snowden zum erfolgreichen Whistleblower wurde, erhält den Zuschlag, die US-Regierung in Sachen Cybersecurity regierungsweit voranzubringen.
 
Der auf sechs Jahre befristete Vertrag ist 621 Millionen Dollar wert und die Beratungsfirma soll das Department of Homeland Security (DHS) als primärer Auftragnehmer unterstützen, das Continuous-Diagnostics-and-Mitigation-Programm (CDM) voranzutreiben.
 
Das CDM existiert seit 2012 und umfasst eine Suite mit 15 kontinuierlichen Diagnose-Tools, um auffällige Aktivitäten aufzudecken und darauf zu reagieren. Es geht um Hardware-, Software- und Access Control Management, aber auch Policy-Papiere. Mitgemeint sind auch Cloud- und mobile Lösungen der US-Regierung.
 
Auf einem zentralen Dashboard des DHS sollen in Kürze alle Warnmeldungen aus teilnehmenden Behörden angezeigt werden, meldet 'Nextgov'.
 
"Unsere Arbeit wird ausgeweitet auf neue Gebiete der Cybersecurity wie Incident Response und Automatisierung", kündigt die Medienmitteilung von Booz Allen Hamilton an.
 
In einer ersten Phase des CDM-Programms integrierte Booz Allen laut eigenen Angaben seit 2015 grundlegende Cybersicherheitslösungen, "die 80 Prozent des .gov-Bereichs umfassten und den 13 teilnehmenden Abteilungen und Agenturen eine beispiellose Transparenz ihrer Netzwerke verschafften".
 
Booz Allen Hamilton mit Sitz in McLean, Virginia, beschäftigt aktuell weltweit 24'225 Mitarbeiter und erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 5,8 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum zwischen 5,5 bis 7,5 Prozent. (mag)