Westschweizer Fachhochschulen wollen Industrie-4.0-Ingenieure ausbilden

Zwei Fachhochschulen in der Westschweiz wollen gemeinsam Ingenieure ausbilden, die das notwendige Rüstzeug haben, um ihren künftigen Arbeitgebern auf die Digitalisierungssprünge zu helfen. Der neue, dreijährige Bachelorkurs "Science en Ingénierie et Gestion industrielles" wird von der Haute Ecole Arc (HE-Arc, Neuchâtel) und der Haute Ecole d'Ingénierie et de Gestion du Canton de Vaud (HEIG-VD, Yverdon) gemeinsam angeboten. Er startet zu Beginn des neuen Wintersemesters 2018/19.
 
Der Lehrgang soll Know-how aus den Bereichen ICT und industrielle Prozesse und Methoden kombinieren. Die Absolventen können in den ersten beiden Jahren frei wählen, an welcher der beiden Hochschulen sie starten möchten. Für das letzte Jahr gibt es drei Spezialisierungsrichtungen: Qualitäts- und Leistungsoptimierung (HEIG-VD), Logistik und industrielle Organisation (HEIG-VD) sowie Industrielle Prozesse und Methoden (HEIG-Arc).
 
Der neue Kurs werde aufgrund der hohen Nachfrage in der Industrie angeboten, erklärt die Fachhochschule Westschweiz, der die beiden regionalen Schulen angeschlossen sind. In der Schweiz seien die nötigen Skill-Kombinationen derzeit noch dünn gesät, und Unternehmen müssten entsprechende Fachleute daher oft im Ausland, insbesondere in Frankreich oder Deutschland rekrutieren. (hjm)